Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Von bloßer Empörung zur #spanishrevolution?

Überlegungen zu den sozialen Unruhen in Spanien und deren revolutionärem Gehalt

Seit den Geschehnissen um den arabischen Frühling scheint es nicht ruhiger zu werden auf den Plätzen und Straßen weltweit. Die sozialen Unruhen im gesamten arabischen Raum kommen bis jetzt nicht zum Erliegen; das Gegenteil ist der Fall: in Ägypten strömen die Menschen erneut gegen die derzeitige Übergangsregierung des Militärrats auf den Tahrir-Platz, in Lybien finden die militärischen Auseinandersetzungen mit den Gaddafitreuen kein Ende und auch in Syrien bahnt sich keine Lösung der Volksaufstände an. Symbolträchtigster Ort dieser unvorhergesehenen Entwicklungen ist der Tahrir Platz in Kairo.
Wohlwollend berichteten westliche Medien über die damaligen Entwicklungen. Boten sie doch eine fabelhafte Gelegenheit zum Anpreisen parlamentarisch demokratischer Zustände im Westen. Denn ganz selbstverständlich war das erste Kriterium nach dem bei den aufkommenden Unruhen gefragt wurde: „Habt ihr denn eine funktionierende Demokratie?“ Freilich gibt es an diesen diktatorischen Regimen und den damit verbundenen unfreieren Lebensumständen nichts zu beschönigen. Doch ist es zu bezweifeln, dass etwa nach drei Jahrzehnten der Herrschaft Mubaraks die Menschen plötzlich aus dem nichts in Massen ihren revolutionären Geist gegen ihn entdeckt hätten. Zumindest gab es zuvor keine außerordentliche Zunahme der Repression, welcher als Erklärung herhalten hätte können. Demgegenüber gab es allerdings eine Verschärfung der sozio-ökonomischen Verhältnisse. So setzte der Bevölkerungsanstieg den Arbeitsmarkt und die regionale Lebensmittelproduktion unter Druck, gleichzeitig stiegen weltweit die Nahrungsmittel- und Energiepreise. Fraglich ist daher ob die westliche Argumentation von Demokratiebestrebungen tatsächlich die entscheidenden Grundlagen für die sozialen Unruhen des arabischen Frühlings ist.
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Rückblick auf 118 Tage im web 2.0

Seit Ende September 2010 ist die [AAH] im web 2.0 vertreten. Wie andere Gruppen der radikalen Linken hat sie eingesehen: „Das Internet gibt es jetzt auch für Computer“ und das kann genutzt werden.
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Technik im Kapitalismus

Menschen könnten Maschinen erfinden, damit sie selbst weniger arbeiten müssen und somit mehr Zeit für die schöneren Dinge im Leben vorhanden ist: mit Freunden ein Eis essen, in einem Bett schlafen, ein Buch lesen oder in einem Park spazieren gehen. In kapitalistischen Gesellschaften teilt sich die Welt jedoch in diejenigen, die jene Maschinen besitzen und jene, die keine Maschinen ihr Eigentum nennen können: Damit ist nicht die elektrische Zahnbürste gemeint, sondern vielmehr die Maschinen, die wir brauchen, um die anderen Dinge zu produzieren, die wir brauchen: Essen und Trinken, Fernseher und Computer, Bahn und Boot, Röntgengerät oder eben doch die elektrische Zahnbürste, wenn es denn sein soll. Sie alle erfüllen Bedürfnisse und werden von Menschen mithilfe von gebaut. Die Menschen, die eben jene Maschinen besitzen, lassen die Leute, die eben keine Maschinen haben, stellvertretend für sich die Maschinen bedienen – damit sie das nicht tun müssen und eben mehr Zeit für schöne Dinge haben wie mit Freunden ein Eis essen, in einem Bett schlafen, ein Buch lesen oder in einem Park spazieren gehen. Außerdem können sie neben der tollen Freizeit auch noch ganz allein entscheiden was mit den Maschinen hergestellt werden soll. So lässt Karl Albrecht vom Aldi‐Konzern planen, was ich essen und trinken kann – nicht ich und du, auch nicht mein Kumpel.
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„ … gemeint sind (wir) alle!“

In Hannover wird aktuell gegen drei Antifaschisten ermittelt, denen vorgeworfen wird an einer Auseinandersetzung mit Nazis beteiligt gewesen zu sein. Der Vorwurf lautet auf „gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung“. Die Mittel staatlicher Repression sind unterschiedlich und doch haund antifaschistische Linke soll kriminalisiert und eingeschüchtert werden. Nicht selten gehen die Interessen der Repressionsbehörden Hand in Hand mit denen organisierter Nazis.
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„Wie aufgescheuchtes Huhn. Nein, aggressiver“

In der Angriffsfläche berichteten wir in den Ausgaben 1 und 3 über das faktische Verbot der Freien ArbeiterInnenunion (FAU) Berlin und dessen Abwehr. Hintergrund war die Unterstützung der Beschäftigten im Kino Babylon in Berlin. Hier waren schlechte Bezahlung, befristete Arbeitsverträge und Kündigungen unmittelbar vor Ablauf der sechsmonatigen Probezeit Normalität. Wir sprachen mit einem Mitglied der FAU über den Gegenwind, der ihnen nicht nur von Unternehmensseite, sondern auch von Gewerkschaftsseite durch ver.di ins Gesicht blies.
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