Über das Eventmanagement für deutsche Interessen
Im Juni waren schlagartig die Fernsehprogramme, Schlagzeilen und Ansprachen von Politiker_innen auf Lena getrimmt: „Danke Lena!“, „Unsere“ Lena hat gesiegt!“. Sogar das Bundesverdienstkreuz soll sie für ihren Sieg beim Eurovision Songcontest erhalten; Kanzlerin Merkel gratuliert. Kaum ein paar Wochen später entledigt sich der Pressediskurs von der kleinen schwarz-rot-goldenen Heldin. Denn: Die Männer müssen ran – Die Fussball-WM steht vor der Tür.
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Gegen die Einheitsfeierlichkeiten vom ersten bis dritten Oktober in Bremen organisierten Bremer Gruppen, gemeinsam mit Genoss_innen aus dem ganzen Bundesgebiet, Workshops, Veranstaltungsreihen und Demonstrationen. Auch in Hannover mobilisierten Gruppen gemeinsam zur Teilnahme an der bundesweiten Demonstration am 2. Oktober in Bremen aufzurufen. Die Demo wurde von einem in wochenlanger Arbeit aufgebauten Gewaltszenario in den bürgerlichen Medien begleitet. Lange war unklar, ob die geplante Route gelaufen werden kann.
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3.10.: Kein Tag für Deutschland – Kein Tag für die Nation
„[…] und die Veranstalter haben vor allem Angst, dass sich die Bilder von 1994 nicht wiederholen.“ (TV-Beitrag buten und binnen vom 9. September 2010)
Gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Bremen mobilisierten 762-Antifa, [AAH] und Fast Forward aus Hannover sowie die Antifa ACT aus Wunstorf mit einem Aufruf unter dem Motto „Gesicht zeigen gegen Deutschland“ in die Hansestadt:
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Ein Interview mit Antifaschist_innen aus der Region Mölln.
Um den Skandal der Brandanschläge hervorzuheben, unterstützte die [AAH] die Demonstration „Gedenken und Anklagen!“ der Antifa Herzogtum Lauenburg in Mölln (Schleswig-Holstein) und führte ein Gespräch mit einer Vertreterin der [AHL] über die politische Situation in Mölln, die Schwierigkeiten einer Provinzantifa und die Rolle eines bürgerlichen Gedenken.
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Das Jahr 2009 wird generell in Deutschland als das Jubiläumsjahr schlechthin gefeiert: Mauerfall und BRD-Geburtstag ist schon allerhand damit es sich als aufrechten Bürger oder aufrechte Bürgerin lohnt auf die Straße oder zumindest vor den Fernseher zu gehen. Was der Nation schmeichelt ist natürlich auch hier ein Kompliment. Die radikale Linke begleitet diese Feierlichkeiten mit unterschiedlichsten Ausrichtungen. Als Reaktion auf die in Leipzig stattfindende Demonstration „still not loving Germany“ wurde eine grundsätzliche Fragestellung linksradikaler Politik wiederholt diskutiert: Kritik am „kapitalistischen Normalvollzug“ oder Betonung des Potentials der bürgerlichen Gesellschaft sich selbst aufzuheben anhand von Auschwitz.
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