Gastbeitrag zum Solidaritätsbesuch aus Hannover auf dem platten Land
Im April 2010 übernimmt Fil Filipov für 1€ die Atlas-Baumaschinenfabrik mit ihren drei Standorten in Ganderkesee, Vechta und Delmenhorst. Illegale Kündigungen, „Arbeitsvertragsergänzungen“ und fünf Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche waren die ersten Maßnahmen. Was folgte, war ein Arbeitskampf, wie ihn das norddeutsche Plattland lange nicht mehr gesehen hatte.
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Dresden 2010, das waren friedliche Massenblockaden, Menschenketten und gelebte Demokratie. Die Zivilgesellschaft, die sich gegen die Nazis und ihre Vereinnahmung des Gedenkens um die Opfer der Bombenangriffe des Februars 1945 stellt. Dresden 2011, das waren vermummte Autonome, Straßenschlachten mit der Polizei und brennende Barrikaden, welche eine derartige Gefahrenlage schufen, dass die Polizei einen Großteil der Nazis nicht mal mehr zu ihrem Kundgebungspunkt bringen konnte. Diesen Eindruck konnte man jedenfalls gewinnen, wenn die bundesweite Berichterstattung über die beiden Tage als Vergleich herangezogen wird. So weit so gut, doch beginnen wir am Anfang, denn so einfach war es selbstverständlich nicht. Dresden 2011 begann mit einem Rückblick auf Dresden 2010.
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Dortmund am 4. September 2010: Eine mittlere vierstellige Zahl von Polizist_innen nimmt den Dortmunder Norden in Beschlag, um eine erst am Vormittag genehmigte Kundgebung von Autonomen Nationalisten durchzusetzen.
Viele Antifas sind den ganzen Tag auf einem „permanenten Spaziergang entlang des abgesperrten Areals“ (S4-Bündnis). Auch die Vorabend-Demo, bei Naziaufmärschen seit Jahren ein beliebtes Mittel um linksradikalen Ausdruck und bündnisfähige Antinazipolitik unter einen Hut zu bekommen, wird zu einem „Nordstadtspaziergang“ umverboten, während die Nazis am Hauptbahnhof ein Konzert feiern. Das Spiegelbild der aktuellen Lage?
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Niederlande · Schweden · Italien · Baskenland: angriffsfläche-Redakteur_innen über ihre Sommerurlaube:
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Wieder einmal marschierten Nazis in Bad Nenndorf auf, um die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Täter_innen sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ gemacht werden. Die Proteste gegen diesen jährlich stattfindenden Naziaufmarsch in Bad Nenndorf standen dieses Jahr unter keinem guten Stern. Bis zuletzt war es unklar gewesen, ob es überhaupt eine angemeldete Gegenkundgebung geben würde, nachdem wie bereits zuletzt in Anklam, auch in Bad Nenndorf Nazi- und Gegendemonstration zugleich verboten und der Naziaufmarsch mittels Gerichtsurteil anschließend wieder erlaubt wurde. (mehr…)