Tag-Archiv für 'gedenken'

Rückblick: (Kein) Naziaufmarsch Dresden 2010

Vorweg gleich das wichtigste: Der jährlich stattfindende Naziaufmarsch in Dresden, zu den Bombenangriffen der Alliierten im Februar 1945, konnte erstmals verhindert werden! Grund hierfür waren die Blockaden rund um die Naziroute von weit über 10.000 Antifaschist_innen und auch die direkten Aktionen, die die Einsatzleitung der Polizei vor Ort keine andere Wahl liessen, als den Aufmarsch abzusagen.
Doch beginnen wir der Reihe nach: Das Oberste Verwaltungsgericht in Bautzen hatte entschieden, den Naziaufmarsch dieses Jahr weg von der Altstadt, auf die andere Seite der Elbe in die alternativ geprägte Neustadt zu verlagern. Ziel dahinter sollte wohl sein, entweder Nazis und Gegendemonstrant_innen durch die natürliche Grenze der Elbe von einander zu trennen oder aber Nazis und Antifaschist_innen auf die andere Elbseite zu verbannen. Dadurch wäre es möglich gewesen ein ungestörtes „Fest für Demokratie“ in Form einer Menschenkette zu feiern.
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Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“

Am Mittwoch, den 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Aus Anlass des Auschwitzgedenktages führten die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] eine Gedenkkundgebung auf dem Friedhof in Großburgwedel durch und legten Kränze am Denkmal für 28 getötete Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen, nieder. „Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.“ kommentierte Sonja Brünzels von der [AAH] das Vorhaben. Zur Kontroverse um das Denkmal für die getöteten Soldaten der Stadt gab es bereits in unserer letzten Ausgabe einen Artikel.

Im folgenden dokumentieren wir den Redebeitrag der [AAH] von der Gedenkkundgebung:
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Deutsche Opfermythen in der Region Hannover

Von braun-weissen Flecken und einem Denkmal in Burgwedel

Jährlich wird in der Bundesrepublik zwei Sonntage vor dem ersten Advent den Toten beider Weltkriege gedacht. Dabei geht es sowohl um die Deutschen, als auch deren GegnerInnen. Wo, mit staatlicher Rückendeckung, kollektiv deutschen Kriegsopfern gedacht werden soll, heisst es aufpassen. Denn wie kaum ein anderer Gedenktag öffnet dieses Datum der Verdrehung der Geschichte und der Verkehrung von deutschen TäterInnen zu Opfern Tür und Tor.
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„Den allgegenwärtigen Rassismus grundlegend aufdecken“

Ein Interview mit Antifaschist_innen aus der Region Mölln.

Um den Skandal der Brandanschläge hervorzuheben, unterstützte die [AAH] die Demonstration „Gedenken und Anklagen!“ der Antifa Herzogtum Lauenburg in Mölln (Schleswig-Holstein) und führte ein Gespräch mit einer Vertreterin der [AHL] über die politische Situation in Mölln, die Schwierigkeiten einer Provinzantifa und die Rolle eines bürgerlichen Gedenken.
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…ab nach Dresden

Rück- und Ausblick auf die Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
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